„Veni, vidi, didici.“
Der Lateinkurs auf den Spuren der Antike im Alten Museum
Kurz vor den Sommerferien machte sich unser Lateinkurs der 10. Klasse auf den Weg ins Alte Museum auf der Berliner Museumsinsel. Noch bevor wir das Gebäude betraten, hatten wir die Gelegenheit, unsere Sprachkenntnisse vor Ort direkt anzuwenden, indem wir am Eingang gemeinsam die lateinische Inschrift am Museumsgebäude übersetzten. Wir erkannten, dass Latein nicht nur im Unterricht, sondern auch heute noch an vielen historischen Orten präsent ist.
Der Besuch im Alten Museum bot uns sodann die Gelegenheit, die Antike auf eine anschauliche, berei-chernde und lebendige Weise zu erleben. In der Ausstellung erwarteten uns zahlreiche spannende Expona-te aus der griechischen, etruskischen und römischen Antike, die wir bisher aus dem Unterricht nur von Fotografien her kannten.
Sowohl die großen Statuen, die sich durch ihre handwerkliche Perfektion und ästhetische Harmonie auszeichnen, waren für uns in gleicher Weise beeindruckend wie auch die zahlreichen z. T. sehr gut erhalte-nen Vasen, Werkzeuge oder Kriegshelme, die uns als Alltagsgegenstände ein sehr lebendiges Bild des täglichen Lebens in der antiken Welt vermittelten. Doch nicht nur vom Leben, sondern auch vom Sterben und vom antiken Totenkult erhielten wir einen anschaulichen Eindruck, als wir vor den aufwendig gestal-teten etruskischen und römischen Sarkophagen standen, die bis heute von einer hochentwickelten Kunstfertigkeit und einem tiefgreifenden kulturellen Erbe zeugen.
Wir erkundeten die Ausstellung zunächst eigenständig in kleinen Gruppen, wobei sich jede*r ein persön-liches Lieblingsausstellungsstück auswählen sollte. Anschließend haben wir uns als Gruppe in der Rotunde des Museums unter dem gütigen Blick der olympischen Gottheiten wiedergetroffen und stellten uns dann in einem zweiten Rundgang gegenseitig unsere Lieblingsexponate vor. Diese interaktive Herangehensweise ermöglichte es uns, den Reichtum und die vielen unterschiedlichen Facetten der antiken Kulturen noch einmal sehr bewusst wahrzunehmen und dabei auch im direkten Austausch etwas voneinander zu lernen.
Die Begegnung mit den Originalen antiker Kunstwerke vertiefte nicht nur das im Unterricht erworbene Wissen, sondern weckte bei vielen von uns auch ein neues Verständnis für die kulturellen Leistungen der griechischen, römischen und etruskischen Zivilisation. So trug der Besuch im Alten Museum dazu bei, Latein und die antike Kultur nicht nur als abstraktes Fach einer angeblich ausgestorbenen Sprache, sondern als eine lebendige und faszinierende Realität begreifen. Darüber hinaus war die Exkursion neben all diesen inhaltlichen Anregungen und Einblicken in die antike Kultur auch eine sehr schöne Gelegenheit, ein letztes Mal gemeinsam als Lateinkurs unterwegs zu sein.
Unser Dank geht an den marmornen Löwen für seinen Beitrag zu unserem Gruppenfoto ;-), an alle Schü-ler*innen des Kurses untereinander sowie an unsere Lateinlehrerin Frau Esders für die Organisation und Begleitung dieses gelungenen Tages. Dieser Ausflug wird uns nicht nur wegen der beeindruckenden Aus-stellungsstücke, sondern auch wegen der schönen gemeinsamen Zeit in guter Erinnerung bleiben
